Eine Erinnerung an einen unvergesslichen Tag im Jahr 2006, an Dankbarkeit, Familie und die leise Frage, wohin das Leben einen eines Tages zurückführt

Im Jahr 2006, gut eineinhalb Jahre nachdem wir uns kennengelernt hatten, haben wir geheiratet – zivil und kirchlich, im Schloss Fürsteneck. Es war ein großer Tag, ein besonderer Tag, und wohl für viele, die dabei waren, auch ein unvergessliches Ereignis. Noch heute spüre ich etwas von dieser Atmosphäre, wenn ich daran zurückdenke: die Feier, die Menschen, die Freude, die besondere Stimmung – und mittendrin das Gefühl, dass manche Momente im Leben einfach zählen.

Aus dieser Zeit sind zwei wunderbare, liebevolle Menschen hervorgegangen: unsere Tochter, geboren 2007, und unser Sohn, geboren 2013. Allein dafür bin ich von Herzen dankbar. Vielleicht ist das am Ende überhaupt das Entscheidende: nicht, wie sich alles entwickelt hat, sondern was aus einer bestimmten Zeit entstanden ist, was sie geprägt hat und was davon für immer bleibt.

Auch wenn ich damals mit der Kirche schon nicht mehr viel anfangen konnte, war ich froh und dankbar, diesen Schritt gegangen zu sein. Es war richtig in diesem Moment. Und genau darum geht es doch im Leben so oft: nicht alles im Nachhinein zu zerdenken, sondern anzuerkennen, dass es Zeiten gab, die wichtig waren, schön waren, bedeutend waren. Zeiten, die zum eigenen Weg gehören – mit allem Guten, mit allem Schwierigen, mit allem, was daraus geworden ist.

Besonders schön war auch, dass Gäste aus der Schweiz mit dabei waren. Das machte diesen Tag für mich noch vollständiger, noch persönlicher – weil zwei Welten, zwei Heimaten, zwei Teile meines Lebens zusammenkamen. Vielleicht liegt gerade darin etwas sehr Wertvolles: in der Verbindung von Herkunft, Gegenwart und all den Menschen, die einen ein Stück begleiten.

Noch heute bin ich im Bayerischen Wald geblieben. Mit allem, was dazugehört: mit Arbeit, mit Alltag, mit Privatem, mit Erinnerungen. Vieles ist hier gewachsen, vieles hat hier seinen Platz gefunden. Und doch taucht manchmal leise die Frage auf, wie lange noch. Vielleicht kommt irgendwann die Zeit der Heimkehr. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen – aber irgendwann.

Bis dahin bleiben die Erinnerungen. Und die Dankbarkeit. Für alles, was war. Für alles, was gut war. Für alles, was schwer war. Denn auch das gehört zum Leben. Und genau diese Momente, diese Stationen, diese Geschichten machen uns zu dem, was wir sind. Sie bleiben. Bis dahin. Und darüber hinaus.

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