Fünf Rollen. Ein Foto. Und eine Handvoll KI.
Was passiert, wenn man der Künstlichen Intelligenz einfach einmal etwas Raum zum Spielen gibt?
Ich sehe KI nach wie vor als ein intensives, spielerisches Element. Ein bisschen so, als würde man einem Kleinkind zum ersten Mal eine Kiste Lego in die Hände drücken und gespannt beobachten, was daraus entsteht. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.
Natürlich müssen wir über Risiken sprechen – über Manipulation, Urheberrecht, Verantwortung und die Frage, was wir künftig noch glauben können. All das ist wichtig und darf nicht ausgeblendet werden. Trotzdem muss nicht jedes Experiment sofort zur gesellschaftlichen Grundsatzdebatte werden. Manchmal darf man KI auch einfach neugierig begegnen, ausprobieren, staunen und gelegentlich schmunzeln.
Ausgangspunkt war ein offizielles Porträtfoto meines Arbeitgebers. Ich stellte mir eine einfache Frage: In welche Rollen könnte ich auf diesem Bild schlüpfen? Also ließ ich mich von der KI in eine klassische bayerische Tracht, in die traditionelle Kleidung des Unterengadins, in die Uniform eines Schweizer Stabsadjutanten und in das Cockpit der SWISS versetzen. Und weil ein wenig Übertreibung nie schadet, durfte natürlich auch eine Rambo-Variante nicht fehlen.
Bewusst habe ich darauf verzichtet, anschließend jedes Detail zu korrigieren. Keine endlosen Nachbesserungen, keine perfektionierten Abzeichen, Stoffe oder Accessoires. Mich interessierten die ersten Würfe – das, was die KI unmittelbar aus dem Ausgangsbild und meinen Anweisungen machte.
Nicht alles ist perfekt. Aber genau das macht dieses kleine Experiment so reizvoll. Ein Bild, fünf Rollen und fünf überraschende Interpretationen.
Ist das nicht herrlich?
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