Und überhaupt: Passau hat was auf den Ohren! Das dritte Passauer-Podcast-Festival bringt am 23. und 24. Oktober 2026 gute Geschichten auf die Bühne. Zwei Abende voller Begegnungen, überraschender Perspektiven und Gesprächsstoff – bei freiem Eintritt
Es gibt Stimmen, die uns regelmäßig begleiten. Morgens im Zug, abends beim Kochen oder auf einer Spazierrunde, die plötzlich etwas länger ausfällt. Weil das Gespräch gerade so spannend ist. Weil wir wissen wollen, wie die Geschichte ausgeht. Oder weil es einfach guttut, klugen, lustigen oder ungewöhnlichen Menschen zuzuhören.
Podcasts schaffen solche Momente. Und manchmal möchte man direkt nachfragen, mitlachen oder sehen, wer da eigentlich hinter dem Mikrofon sitzt.
Genau dafür gibt es das Passauer Podcast-Festival. Am 23. und 24. Oktober 2026 geht es bereits in die dritte Runde und bringt Podcast-Macher, Gäste und Publikum im Kulturmodell Bräugasse zusammen. Ein schöner Anlass für einen Beitrag in eigener Sache – und eine herzliche Einladung zu zwei Abenden, an denen das Zuhören zum gemeinsamen Erlebnis wird.
Warum uns Podcasts so gut unterhalten
Wer einen Podcast hört, entscheidet selbst, wann und wo er sich auf ein Thema einlässt. Das kann die kurze Portion Wissen zwischendurch sein oder ein ausführliches Gespräch, für das man sich bewusst Zeit nimmt. Politik, Kultur, Wissenschaft, persönliche Lebensgeschichten: Fast jede Neugier findet ihr Gegenstück.
Wie selbstverständlich Podcasts inzwischen zum Medienalltag gehören, zeigt die ARD/ZDF-Medienstudie 2025: Ein Viertel der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren hörte mindestens einmal pro Woche Podcasts. Zur Studie
Die Zahl erklärt die Reichweite. Den Reiz versteht man meist beim Hören: Eine vertraute Stimme begrüßt uns, ein Gedanke führt zum nächsten, eine gute Frage öffnet eine unerwartete Tür. Gespräche dürfen sich entwickeln. Auch ein Zögern, ein Lachen oder eine überraschend ehrliche Antwort haben ihren Platz.
So können Podcasts Wissen vermitteln, Debatten verständlicher machen und Einblicke in Lebenswelten geben, denen wir sonst kaum begegnen. Und manchmal sind sie schlicht beste Gesellschaft beim Kartoffelschälen. Auch das ist eine Qualität.
Wenn aus Zuhörern ein Publikum wird
Auf einer Bühne bekommt ein Podcast eine zusätzliche Dimension. Wir sehen den Blick vor einer Antwort, erleben spontane Reaktionen und merken, wenn ein Gedanke den ganzen Raum beschäftigt. Das Lachen kommt plötzlich aus mehreren Richtungen.
Gerade darin liegt der Charme eines Live-Festivals: Man lässt sich gemeinsam auf Menschen und Themen ein. Vielleicht besucht man einen Programmpunkt, den man in der eigenen Podcast-App nie angeklickt hätte – und geht mit einer neuen Lieblingsstimme nach Hause.
Für diese Entdeckungen bietet das Donauatelier im Kulturmodell Bräugasse einen persönlichen Rahmen. Die Plätze sind begrenzt, die Wege zwischen Bühne und Publikum kurz. Wer dabei sein möchte, sollte früh kommen.
Sechs Formate, jede Menge Gesprächsstoff
Das Programm zeigt, wie unterschiedlich Podcasts klingen können. An den beiden Abenden treffen persönliche Erfahrungen auf gesellschaftliche Fragen, regionale Wirtschaft auf Kunst und Popkultur.
Freitag: Was uns bewegt und zusammenhält
Den Auftakt der Podcast-Gespräche macht „Simply Mixed – Farben des Lebens“. Elli Lindinger vom Verein Leben und Lernen in Europa spricht mit der Palliativmedizinerin Dr. Heidi Massinger-Biebl darüber, was im Leben wirklich zählt.
Beim Business-Talk begrüßt Alexander Treml anschließend Max-Georg Graf von Arco auf Valley, Unternehmer und Vizepräsident der IHK Niederbayern, sowie Gerhard Schwarz, Werkleiter von Knorr-Bremse Aldersbach.
Mit „Wie belastbar ist unsere Demokratie?“ bringt der Podcast des Roman Herzog Instituts danach eine große Gegenwartsfrage auf die Bühne. Tina Maier-Schneider und Dr. Martin Lang sprechen unter anderem mit dem Passauer Politikwissenschaftler Prof. Bernhard Stahl über Demokratie, Werte und internationale Krisen.

Samstag: Kunst, Esskultur und ein Schuss Pop
„Kunst und Bildung“ eröffnet den zweiten Abend mit Perspektiven aus der Universität Passau. Danach beschäftigt sich Bernhard Senkmüller in „Tofu im Speckmantel“ mit Ernährung und der Frage, was Mitbestimmung beim Essen bedeutet.
Zum Abschluss nehmen Katja und Sophie das Publikum mit „Reich aber Schön“ mit in die Welt der Popkultur. Ein Titel, der zumindest schon einmal sehr entspannt mit den eigenen Prioritäten umgeht.
Für alle, die gerne neugierig bleiben
Eine gut gefüllte Podcast-Bibliothek ist keine Eintrittsvoraussetzung. Wer bisher kaum Podcasts hört, kann hier genauso einen anregenden Abend verbringen wie jemand, der seine Lieblingsformate schon an der Begrüßungsmelodie erkennt.
Das Festival richtet sich an Menschen, die gute Live-Unterhaltung suchen, an Kreative und an alle, die selbst Podcasts machen oder damit anfangen möchten. Auch für Unternehmen, die über ein eigenes Format nachdenken, bietet es Gelegenheit zum Austausch.
Vielleicht entsteht dabei eine konkrete Idee. Vielleicht entdeckt man ein Thema, über das man mehr erfahren möchte. Vielleicht bleibt einfach ein Satz hängen, über den man auf dem Heimweg weiterredet. Ein guter Abend braucht nicht immer ein größeres Ergebnis.

Wer die Mikrofone zusammenbringt
Hinter dem Festival stehen Matthias Hofer mit off-ton und die Kreativagentur Atelier & Friends mit Markus Pühringer und Alexander Treml. Gemeinsam bringen sie das Format seit 2024 auf die Bühne und schaffen einen Treffpunkt für Podcast-Kultur in Passau.
Unterstützt wird das Festival u.a. von MedienNetzwerk Bayern, Sparkasse Passau, Solare Werkstätten und Studio B.

Solche Veranstaltungen geben auch den Geschichten vor der eigenen Haustür Aufmerksamkeit. Denn spannende Menschen und gute Themen müssen keine weite Anreise hinter sich haben. Manchmal braucht es vor allem ein Mikrofon, eine gute Frage und jemanden, der zuhört.
Vorbeikommen kostet nichts. Außer ein bisschen Zeit.
Der Eintritt ist frei. Einlass ist an beiden Tagen ab 17 Uhr. Veranstaltungsort ist das Donauatelier im Kulturmodell Bräugasse, Bräugasse 9 in Passau (Google Maps). Der Eingang befindet sich auf der Donauseite. Wegen der begrenzten Plätze lohnt sich frühes Kommen.
Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Website unter passau-podcast.de.
Also: Den 23. und 24. Oktober im Kalender markieren, jemanden mitbringen, der gerne zuhört oder hinterher gerne diskutiert, und sich überraschen lassen.
Die Kopfhörer dürfen an diesen Abenden Pause machen. In Passau gibt’s die Stimmen live – und das gemeinsame Lachen gleich dazu.



